Vermieteter Wohnraum: Neue Sonderabschreibung spielt Investoren in die Hände

Die Wohnungsoffensive der Bundesregierung, dauerhaft mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, trägt erste Früchte: Anfang August trat eine neue Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau in Kraft, die den Erwerb von neuen Mietwohnungen sowie vermieteten Einfamilienhäusern für Investoren attraktiver macht.

Das Gesetz ermöglicht privaten Investoren, befristet für vier Jahre fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten neuer Mietwohnungen steuerlich geltend zu machen – zusätzlich zur bereits geltenden linearen Sonderabschreibung in Höhe von zwei Prozent. Im Ergebnis können Investoren durch den neuen § 7b EStG in den ersten vier Jahren jetzt insgesamt 28 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten neuer Mietwohnungen bzw. Miethäuser steuerlich absetzen.

Die Sonder-AfA gilt für Investitionen in neue Wohnungen sowohl in neuen als auch in bestehenden Gebäuden. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der neuen Wohnungen oder Gebäude müssen für die Inanspruchnahme unter 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (ohne Grund und Boden) liegen. Außerdem müssen Investoren die Gebäude für zehn Jahre dauerhaft zu Wohnzwecken vermieten – Eigennutzungen oder die Nutzung einer Wohnung als Ferienwohnung sind damit ausgeschlossen.

Das Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus (Drs.-Nr.: 607/18) finden Sie als PDF-Dokument auf den Seiten des Bundesrats.

Zurück